Eine Krone, ein Implantat, ein Hörgerät: Kaum jemand kennt die Preise, bevor der Kostenvoranschlag auf dem Tisch liegt. Der Zahnkosten Kompass erklärt das System der gesetzlichen Krankenversicherung in klaren Worten – mit Festzuschüssen, Beispielrechnungen und ehrlichen Richtwerten, damit Sie jede Rechnung in Ruhe prüfen können.
Die vier Fragen, die uns am häufigsten erreichen – kurz beantwortet, bevor Sie sich in einen Ratgeber vertiefen.
Nein – nicht das Implantat selbst. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt ausschließlich den Festzuschuss für Ihren Befund, also denselben Betrag, den sie auch für die Regelversorgung (meist eine Brücke) zahlen würde. Die Titanschraube, der Aufbau und die aufwendigere Krone sind Ihre private Leistung. Realistisch bleibt ein Eigenanteil von etwa 1.900 bis 3.400 Euro pro Implantat. Die Details rechnet unser Implantat-Ratgeber Schritt für Schritt vor.
Dann gibt es in der Regel gar keinen Zuschuss. Der Heil- und Kostenplan muss vor Behandlungsbeginn bei Ihrer Krankenkasse eingereicht und von ihr bewilligt werden. Beginnt die Behandlung vorher, darf die Kasse die Zahlung verweigern – auch dann, wenn die Versorgung medizinisch sinnvoll war. Warten Sie deshalb immer die schriftliche Bewilligung ab; sie gilt sechs Monate.
Ja. Hörakustiker müssen Ihnen eine geeignete Versorgung zum Festbetrag der Krankenkasse anbieten – also ohne Aufzahlung. Sie zahlen dann nur die gesetzliche Zuzahlung von höchstens 10 Euro pro Gerät. Voraussetzung ist eine Verordnung vom HNO-Arzt. Teurer wird es nur, wenn Sie sich freiwillig für Komfort- oder Designmodelle oberhalb des Festbetrags entscheiden.
Das hängt weniger vom Alter ab als von Ihrem Gebiss und den Vertragsbedingungen. Mit 50 sind die Beiträge höher und viele Tarife begrenzen die Leistungen in den ersten Jahren (Zahnstaffel). Wer absehbar größere Behandlungen braucht, muss wissen: Bereits angeratene Behandlungen sind ausgeschlossen. Lohnen kann sich der Abschluss, wenn Ihre Zähne weitgehend gesund sind und Sie künftige Risiken absichern möchten. Unser Ratgeber zur Zahnzusatzversicherung rechnet ehrlich vor, wann es sich trägt – und wann nicht.
Der Zahnkosten Kompass gehört zu einer Familie von Ratgeber-Seiten – jede mit eigenen Themen, alle in ruhiger, verständlicher Sprache.